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Agentic Commerce

Retail Media: Wenn KI-Agenten einkaufen

KI-Agenten können Produkte suchen, vergleichen und Kaufentscheidungen übernehmen. Für Retail Media stellt sich damit eine neue Frage: Wie bleiben Marken sichtbar, wenn nicht mehr nur Menschen auswählen?

Redaktion

Eine Person bezahlt an einer Ladenkasse mit einer Karte an einem Kartenterminal.
Der Kaufabschluss ist nur der letzte Schritt: KI-Agenten könnten künftig bereits Produktsuche, Vergleich und Kaufvorbereitung übernehmen. - Kampus/Pexels

Retail Media setzt stark auf Suchergebnisse, Sponsored Products, Display und andere Formate, die Menschen beim Stöbern und Einkaufen erreichen. Mit Agentic Commerce kann sich dieser Ablauf verändern. KI-Agenten können Produkte suchen, vergleichen und Entscheidungen im Auftrag von Nutzern treffen.

Paul Dahill, Managing Director Sales EMEA beim Commerce-Media-Anbieter Koddi, wird das Thema beim Retail Media Impact Summit von IAB Europe im Oktober diskutieren. Er beschreibt die Entwicklung als „eine Verschiebung der Kontrolle“. Entscheidungen verlagerten sich von Menschen, die selbst durch Angebote navigieren, hin zu Systemen, die für sie auswählen. Damit beginne auch das bisherige Modell aus optimierten Seiten, Platzierungen und Klicks aufzubrechen.

Daten und Entscheidungslogiken gewinnen an Bedeutung

Für Händler sieht Dahill vor allem bei der Erkennung von Kaufabsichten sowie bei Ranking, Targeting und Pricing neue Ansatzpunkte. Unterhalb der sichtbaren Oberfläche rücken aus seiner Sicht drei Bereiche in den Mittelpunkt: Daten, Entscheidungslogik und Monetarisierungsmodelle.

Auch die Grundlagen des Handels bleiben entscheidend. IAB Europe verweist auf Sortiment, Verfügbarkeit, Bezahlung, Fulfillment und Vertrauen als Basis, auf die KI und Agenten angewiesen sind. Retail Media Networks könnten zugleich Daten und Infrastruktur für solche Agenten bereitstellen.

Zwischen Nutzung und Erwartung

Dahill hält Agentic Commerce nicht für ein reines Zukunftsthema. Verbraucher gäben bereits heute Entscheidungen bei Suche, Empfehlungen und Produktauswahl an agentische KI-Systeme ab. „Agentic Commerce ist kein Zukunftsthema, auf das man sich erst in drei Jahren vorbereiten muss“, sagt er.

Wie weit die Entwicklung tatsächlich reicht, bleibt dennoch eine offene Frage. IAB Europe will beim Retail Media Impact Summit im Oktober untersuchen, wo KI-gestützter Handel bereits konkreten Nutzen bringt, wo Erwartungen der Realität vorauslaufen und welche praktischen Möglichkeiten heute bestehen.

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