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Agentic Programmatic

Nexxen baut KI tiefer in seine DSP ein

Nexxen erweitert seine DSP um agentische Funktionen und öffnet nexAI für externe KI-Systeme. Gleichzeitig wächst das Programmatic-Geschäft im zweiten Quartal um zwölf Prozent.

Redaktion

Mann mit Brille, auf dessen Gesicht grüne Lichtmuster projiziert werden.
Nexxen baut KI-Funktionen tiefer in seine Programmatic-Plattform ein und öffnet nexAI über MCP und A2A für die Anbindung an weitere KI-Systeme. - Cottonbro/Pexels

Nexxen baut künstliche Intelligenz tiefer in seine Programmatic-Plattform ein. Das AdTech-Unternehmen bietet Technologie für den Einkauf und Verkauf digitaler Werbung. Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung steht nexAI. Über das Model Context Protocol (MCP) und Agent-to-Agent (A2A) sollen Kunden Nexxens KI-Agenten in ihre bestehenden KI-Systeme und Arbeitsabläufe integrieren können.

Damit sollen Nexxens Daten, Zielgruppeninformationen und Funktionen zur Kampagnenaktivierung sowohl innerhalb der eigenen Plattform als auch in anderen KI-Systemen zugänglich werden. Parallel verweist das Unternehmen auf seine neue KI-native DSP-Oberfläche und den erweiterten nexAI-DSP-Assistenten. Deren Nutzung durch Unternehmenskunden habe weiter zugenommen.

nexAI soll mehr als ein Effizienzwerkzeug werden

Nexxen beschreibt für nexAI eine weitergehende Rolle. Der Assistent entwickle sich über ein reines Effizienzwerkzeug hinaus zu einem zunehmend wichtigen Faktor für Kundengewinnung, Plattformnutzung und langfristiges Umsatzwachstum. Einen separaten Umsatzbeitrag von nexAI weist das Unternehmen in seinen Quartalszahlen allerdings nicht aus.

CEO Ofer Druker sieht den Wettbewerb dabei nicht allein über KI-Funktionen entschieden: „Wir glauben, dass Differenzierung nicht einfach durch KI-Fähigkeiten entsteht, sondern durch proprietäre Daten, exklusive Medien sowie offene, interoperable Technologie in den zugrunde liegenden Plattformen.“ nexAI soll deshalb direkt an die KI-Infrastruktur von Kunden angebunden werden.

Programmatic-Umsatz steigt um zwölf Prozent

Im zweiten Quartal erzielte Nexxen 95,2 Millionen US-Dollar Programmatic-Umsatz, zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit entfielen 95 Prozent des Gesamtumsatzes auf Programmatic Advertising, nach 93 Prozent im zweiten Quartal 2025.

Besonders stark entwickelte sich CTV. Der Umsatz stieg um 33 Prozent auf 37,8 Millionen US-Dollar und erreichte damit laut Nexxen einen neuen Quartalshöchstwert. CTV stand für 40 Prozent des Programmatic-Umsatzes, nach 33 Prozent im Vorjahresquartal.

Für das Gesamtjahr hebt Nexxen seine Prognose für den Programmatic-Umsatz von zuvor 377 bis 391 Millionen auf 380 bis 393 Millionen US-Dollar an. Das Unternehmen begründet die aktualisierte Prognose mit dem starken zweiten Quartal, der bisherigen Entwicklung bei Enterprise, CTV, Mobile und Datenprodukten sowie einer besseren Sicht auf den weiteren Jahresverlauf.

Druker verweist zugleich auf die zunehmende Nutzung durch Unternehmenskunden: „Das Engagement von Unternehmenskunden nimmt weiter zu, steigert die Plattformnutzung und stärkt unser Vertrauen in unsere langfristige Wachstumsstrategie.“

Nexxen konzentriert sich stärker auf Programmatic

Gleichzeitig fährt Nexxen RhythmInfluence, sein nicht-programmatisches Influencer-Marketing-Geschäft, strategisch zurück. Damit konzentriert das Unternehmen seinen Fokus stärker auf Programmatic Advertising. Der Rückzug führte im zweiten Quartal zu Restrukturierungskosten, soll nach Angaben von Nexxen aber keinen wesentlichen Einfluss auf Contribution ex-TAC oder das bereinigte EBITDA im zweiten Halbjahr haben.

Weitere Investitionen plant Nexxen unter anderem in KI, Daten und Infrastruktur sowie in CTV und Mobile In-App.

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