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Elektronikkauf mit KI

KI im Commerce: Wie viele Kaufentscheidungen geben Verbraucher bereits an AI ab?

Eine Vier-Länder-Studie von Oliver Wyman und GFU zeigt, wie stark KI bereits bei Produktsuche, Vorauswahl und Empfehlungen zum Elektronikkauf genutzt wird. Beim autonomen Einkauf ziehen Verbraucher bislang eine klare Grenze.

Person navigiert auf einem Touchscreen durch eine digitale Produktauswahl.
KI spielt bei Produktsuche und Kaufentscheidung eine wachsende Rolle. Laut einer Vier-Länder-Studie von Oliver Wyman und GFU nutzten viele Befragte KI bereits bei ihrem jüngsten Elektronikkauf. - iMin Technology/Pexels

Laut einer repräsentativen Befragung von Oliver Wyman und GFU Consumer & Home Electronics spielte KI bei 60 Prozent der zuletzt getätigten Elektronikkäufe der Befragten eine aktive Rolle. Befragt wurden im August 2026 rund 4.000 Menschen in Deutschland, Großbritannien, den USA und China, darunter 1.000 Personen in Deutschland.

Am häufigsten nutzten die Befragten KI, um neue Gerätefunktionen und Anwendungsmöglichkeiten besser zu verstehen. 27 Prozent nannten diesen Zweck. 21 Prozent bezogen mithilfe von KI Bewertungen und Rezensionen in ihre Entscheidung ein. In Deutschland gab ein Viertel der Befragten an, durch KI ein Produkt entdeckt zu haben, das ihnen zuvor nicht bekannt war.

Suche und Vorauswahl sind weitgehend akzeptiert

82 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, KI für Produktsuche und Information zu nutzen. Mehr als die Hälfte, 53 Prozent, würde einer KI auch die Vorauswahl von Produkten überlassen. 35 Prozent wären bereit, die finale Produktempfehlung von einer KI treffen zu lassen.

Bei der finalen Kaufentscheidung ist die Bereitschaft deutlich geringer: Nur 4 Prozent würden derzeit einem KI-Agenten erlauben, autonom in ihrem Namen einzukaufen. In den USA liegt dieser Wert bei 6 Prozent, in China bei 1 Prozent. Die Haltung gegenüber KI im Kaufprozess liegt in Deutschland laut Studie insgesamt unter dem Durchschnitt der untersuchten Märkte.

Produktdaten werden für KI-Sichtbarkeit wichtiger

Für Hersteller und Händler stellt sich damit auch die Frage, ob ihre Produkte von KI-Systemen gefunden und berücksichtigt werden. Martin Schulte, Partner und Global Head of Consumer Durables bei Oliver Wyman, fordert Hersteller deshalb auf, ihre Produktdaten in Ordnung zu bringen. Andernfalls könnten KI-Systeme ihre Produkte nicht finden.

32 Prozent der Befragten erwarten, dass LLMs und KI-Agenten in drei bis fünf Jahren zu ihren wichtigsten Quellen für Produktberatung gehören werden. In China liegt dieser Anteil bei 44 Prozent.

Neben der Verbraucherbefragung führten Oliver Wyman und GFU qualitative Interviews mit Führungskräften aus Industrie und Handel. Die Befragten erwarten laut Studie, dass transaktionsfähige KI-Agenten die Marktmechanismen innerhalb von zwei bis drei Jahren deutlich verändern könnten. Diese Einschätzung stammt aus den qualitativen Interviews und ist damit von den Verbraucherbefunden zu unterscheiden.

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