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Werbeinfrastruktur

ChatGPT Ads: Der nächste Schritt vom Experiment zum Werbekanal

Criteo bringt ChatGPT Ads in seine bestehende Werbeinfrastruktur. Mehr als 2.000 Marken nutzen den Zugang bereits. Damit beginnt für das neue Werbeumfeld die nächste Phase.

Jens Voss

Frau vor einer Projektion aus digitalen Zeichen und Daten.
Mit der Europa-Expansion von ChatGPT Ads wächst auch die Anbindung an bestehende Werbetechnologie. Criteo integriert das Werbeangebot in seine kanalübergreifende Commerce-Plattform. - Rapha Wilde/Unsplash

Mit der Expansion von ChatGPT Ads in 31 europäische Märkte hat OpenAI sein Werbeangebot deutlich ausgeweitet. Werbetreibende erhalten zunächst über OpenAI selbst sowie über Agentur- und Technologiepartner Zugang. An dieser zweiten Schnittstelle setzt Criteo an.

Criteo bezeichnet sich als ersten Werbetechnologiepartner von ChatGPT Ads und erweitert seine Integration nun ebenfalls auf die 31 europäischen Märkte. Dazu gehören Deutschland, Österreich und die Schweiz. Nach Angaben des Unternehmens werben bereits mehr als 2.000 Marken über Criteo in ChatGPT. Die Europa-Expansion von Criteo erweitert diesen Zugang nun geografisch.

ChatGPT Ads trifft auf bestehende Werbeinfrastruktur

Criteo bindet ChatGPT Ads an seine breitere kanalübergreifende Commerce-Plattform an. Werbetreibende können den neuen Kanal damit laut Unternehmen über eine Umgebung und Arbeitsabläufe nutzen, die sie bereits kennen.

OpenAI arbeitet auch mit weiteren Partnern zusammen. Bereits im Mai nannte das Unternehmen neben Criteo unter anderem Adobe, Kargo, Pacvue und StackAdapt als Technologiepartner. Diese unterstützen Werbetreibende unter anderem bei Budgetierung, Geboten und Werbemitteln. Über die Ausspielung der Anzeigen entscheidet laut OpenAI weiterhin das eigene Werbesystem.

Criteo legt erste Leistungswerte vor

Mit der Ausweitung veröffentlicht Criteo auch erste Zahlen zur bisherigen Nutzung. Demnach erzielen ChatGPT Ads über die Criteo-Integration zwei- bis dreimal höhere Klickraten als vergleichbare Anzeigenformate in anderen Umfeldern. Zudem berichtet das Unternehmen von höheren Conversion Rates als bei anderen Referral-Kanälen. Mehr als 80 Prozent des werbegetriebenen Traffics aus ChatGPT entfielen demnach auf Neukundinnen und Neukunden.

Diese Werte stammen von Criteo selbst. Eine unabhängige Überprüfung oder detaillierte Methodik für den Vergleich weist das Unternehmen in seiner Veröffentlichung nicht aus. Insbesondere lässt sich daraus deshalb noch kein allgemeiner Leistungsvorteil von Werbung in ChatGPT gegenüber anderen digitalen Werbeumfeldern ableiten.

Vom neuen Anzeigenformat zum Werbekanal

OpenAI baut parallel die eigene Werbeinfrastruktur aus. Neben CPM- und CPC-Geboten unterstützt ChatGPT Ads inzwischen Conversion-Optimierung, geografische Aussteuerung und benutzerdefinierte Zielgruppen. Für die Messung stehen unter anderem OpenAI Pixel und Conversions API zur Verfügung. Der eigenständige Zugang über den Ads Manager soll laut OpenAI später im Quartal folgen.

Damit verändert sich auch die Ausgangslage für Advertiser. Die Frage lautet nicht mehr nur, ob Werbung innerhalb eines KI-Dialogs funktionieren kann. Zunehmend geht es darum, wie sich dieses Inventar einkaufen, aussteuern und messen lässt.

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