Programmatic Buying
Wie Samsung den TV-Startbildschirm in die Programmatic-Logik zieht
Samsung Ads öffnet Home-Screen-Inventar auf Smart-TVs für den programmatischen Einkauf. Der Schritt zeigt, wie der TV-Startbildschirm im CTV-Markt stärker zur vermarktbaren Zugangsebene wird.
Redaktion

Auf dem Smart-TV-Startbildschirm entscheidet sich, was sichtbar wird, bevor Nutzerinnen und Nutzer einen Stream starten: Apps, Inhalte, Empfehlungen und Werbeflächen. Am Beispiel Samsung zeigt sich nun, wie diese Ebene stärker in programmatische Einkaufswege eingebunden wird.
Samsung Ads hat für Home-Screen-Platzierungen auf Samsung-Smart-TVs einen programmatischen Zugang angekündigt. Buchbar werden sollen die Flächen über The Trade Desk und Google Display & Video 360. Die technische Grundlage liefert Magnite SpringServe. Der Rollout soll im dritten Quartal 2026 über globale Regionen hinweg beginnen.
Ein Teil des TV-Zugangs wird buchbar
Damit wird ein Teil jener Oberfläche stärker in bestehende Einkaufsprozesse eingebunden, auf der sich im CTV-Markt viel bündelt: Sichtbarkeit, App-Auswahl, Plattformlogik und Werbeinventar. Genau hier liegt die Verbindung zur größeren Frage, warum TV-Betriebssysteme im CTV-Markt zur kommerziellen Zugangsschicht werden.
Der Unterschied zu klassischer Videowerbung ist wichtig: Home-Screen-Werbung läuft nicht im Stream, sondern setzt vor der eigentlichen Nutzung an. Sie erscheint dort, wo Zuschauerinnen und Zuschauer entscheiden, welchen Dienst, welche App oder welchen Inhalt sie öffnen. Dadurch unterscheidet sich dieses Inventar von Spots in FAST-Channels, In-Stream-Video oder App-Umfeldern.
Ein weiteres CTV-Signal
Für Werbungtreibende geht es deshalb nicht nur um zusätzliche Reichweite. Entscheidend ist, wie solche Kontakte geplant, in der Kontakthäufigkeit gesteuert, bewertet und mit anderen CTV-Flächen zusammengeführt werden. Samsung verweist auf programmatischen Einkauf über bestehende Plattformen, auf Home-Screen-Platzierungen und auf die Einbindung in kanalübergreifende Kampagnen.
Damit weist der Schritt in dieselbe Richtung wie andere Entwicklungen im CTV-Markt: CTV rückt näher an datenbasierte Planung und laufende Optimierung.
Samsung setzt dabei an einer eigenen Stelle an: nicht bei Commerce-Signalen im laufenden Videoumfeld, sondern beim Zugang zum TV-Erlebnis selbst.
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