KI-Agenten
Realtor.com automatisiert Search-Analysen mit Microsofts KI-Agenten
Realtor.com setzt KI-Agenten und Microsoft Advertising MCP für die Wettbewerbsanalyse im Search Marketing ein. Keyword-Chancen sollen so innerhalb von Sekunden sichtbar werden. Kampagnenänderungen bleiben unter menschlicher Kontrolle.
Redaktion

Das US-Immobilienportal Realtor.com nutzt Wettbewerbsanalysen, um zu erkennen, bei welchen Keywords Konkurrenten auf Suchplattformen wie Bing Sichtbarkeit gewinnen. Bislang mussten dafür Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen, manuell geprüft und weitergeleitet werden. Gemeinsam mit Microsoft Advertising hat das Unternehmen dafür einen KI-gestützten Arbeitsablauf aufgebaut.
Technische Grundlage ist das Model Context Protocol (MCP) von Microsoft Advertising. Realtor.com hat darauf Claude-Agenten aufgebaut, die auf Auction-Insights-Daten zugreifen. Kampagnendaten lassen sich dadurch in den bereits genutzten Werkzeugen und Arbeitsabläufen abfragen und analysieren.
Zehntausende Keywords auf einmal prüfen
Nach Angaben von Microsoft lassen sich mit dem neuen Ablauf zehntausende Keywords gleichzeitig untersuchen. Erkenntnisse, deren Ermittlung zuvor Tage dauern konnte, können nun deutlich schneller gewonnen werden.
Mikael Mortensen, Vice President Digital Marketing bei Realtor.com, beschreibt den Effekt so: „Microsoft Advertising MCP hat es uns ermöglicht, die Wettbewerbsanalyse von Keywords in einen deutlich schnelleren und stärker kollaborativen Arbeitsablauf zu verwandeln.“ Chancen könnten innerhalb von Sekunden sichtbar gemacht und Empfehlungen an die zuständigen Prüfer weitergegeben werden.
Menschen geben Kampagnenänderungen frei
Die Ergebnisse und Empfehlungen der Agenten werden zunächst an Search-Marketer zur Diskussion weitergeleitet und anschließend von einer weiteren Person geprüft. Erst danach können Kampagnenänderungen umgesetzt werden.
Realtor.com hat zudem eine gemeinsame Bibliothek für Prompts und Fähigkeiten aufgebaut. Erfolgreiche Arbeitsabläufe und vorhandenes Wissen lassen sich damit über Konten und Anwendungsfälle hinweg wiederverwenden. Laut Microsoft kann der Prozess ohne eigene Data-Science-Ressourcen betrieben werden.
Microsoft empfiehlt für vergleichbare Anwendungen, zunächst mit Recherche, Reporting und der Identifikation von Chancen zu beginnen. Für jede Empfehlung soll ein menschlicher Prüfschritt vorgesehen werden.
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