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Arbeitsmarkt

KI bremst Neueinstellungen, schafft aber auch Startup-Jobs

Laut einer aktuellen Umfrage verändert KI den Personalbedarf deutscher Tech-Start-ups. 27 Prozent der Befragten haben deshalb auf Neueinstellungen verzichtet. Gleichzeitig stellten 16 Prozent zusätzliches Personal ein.

Redaktion

Unscharf fotografierte Menschen in Bewegung als Symbol für Veränderungen in der Arbeitswelt.
Der Einsatz von KI verändert den Personalbedarf in deutschen Tech-Start-ups. Während einige Unternehmen auf Neueinstellungen verzichten, schaffen andere zusätzliche Stellen. - Pat Ferranco/Unsplash

Künstliche Intelligenz wirkt sich bei deutschen Tech-Start-ups bereits auf Personalentscheidungen aus. In der Bitkom-Befragung geben 27 Prozent an, in den vergangenen zwölf Monaten wegen des KI-Einsatzes auf Neueinstellungen verzichtet zu haben. Bei sieben Prozent führte KI zu einem Stellenabbau.

Die Entwicklung geht allerdings nicht nur in eine Richtung. 16 Prozent der befragten Start-ups haben aufgrund des KI-Einsatzes zusätzliches Personal eingestellt. Bei der Hälfte hatte KI bislang keine Auswirkungen auf den Personalbedarf.

„KI macht viele Bürotätigkeiten und insbesondere auch die Softwareentwicklung effizienter“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Start-ups seien zugleich technologische Vorreiter und besonders darauf angewiesen, ihre Beschäftigten effizient einzusetzen.

Weniger Beschäftigte als in den Vorjahren

Unabhängig von den konkreten KI-Effekten ist die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in den befragten Start-ups zurückgegangen. Aktuell sind es einschließlich der Gründerinnen und Gründer durchschnittlich zwölf Personen. Vor einem Jahr waren es 13, im Jahr 2024 noch 15.

Ein direkter Zusammenhang zwischen diesem Rückgang und dem Einsatz von KI lässt sich aus der Befragung nicht ableiten. Die Erhebung fragt zwar nach den Auswirkungen von KI auf den Personalbedarf, führt den Rückgang der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl aber nicht auf KI zurück.

Gleichzeitig erwarten viele Start-ups 2026 weiteres Wachstum. 62 Prozent rechnen mit steigenden Beschäftigtenzahlen, im Durchschnitt um vier zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 26 Prozent erwarten keine Veränderung, sechs Prozent einen Rückgang.

KI dürfte Neueinstellungen weiter beeinflussen

Auch für die kommenden zwölf Monate erwarten die befragten Unternehmen unterschiedliche Auswirkungen von KI. 28 Prozent gehen davon aus, wegen KI auf Neueinstellungen zu verzichten. Nur zwei Prozent rechnen mit einem KI-bedingten Stellenabbau.

Auf der anderen Seite erwarten 19 Prozent, aufgrund des KI-Einsatzes zusätzliches Personal einzustellen. Bei 47 Prozent dürfte KI keinen Einfluss auf den Personalbedarf haben. Weitere sieben Prozent sind unsicher oder machten keine Angabe.

Die Ergebnisse zeigen damit unterschiedliche Effekte auf die Personalplanung: Bei einem Teil der Start-ups sinkt durch KI der Bedarf an zusätzlichen Beschäftigten, während andere Unternehmen wegen ihres KI-Einsatzes neues Personal einstellen.

Nicht repräsentative Befragung

Für die Untersuchung hat Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands 102 Tech-Start-ups in Deutschland online befragt. Die Erhebung fand zwischen Kalenderwoche 21 und 27 des Jahres 2026 statt. Sie ist laut Bitkom nicht repräsentativ, soll aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild für Tech-Start-ups in Deutschland liefern.

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