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KI-Transparenz

IAB konkretisiert Standards für die Kennzeichnung von KI in Werbung

Das IAB hat die zweite Version seines „AI Transparency & Disclosure Framework“ veröffentlicht. Der Branchenverband konkretisiert darin, wann der Einsatz von KI in Werbung und Marketing offengelegt werden sollte und wann eine Kennzeichnung nicht erforderlich ist.

Redaktion

Mann betrachtet digitale Inhalte auf einem Monitor.
Wann sollte der Einsatz von KI in Werbung offengelegt werden? Das IAB konkretisiert dafür seine Empfehlungen für unterschiedliche Inhalte und Anwendungsfälle. - Guillaume Issaly/Unsplash

Mit Version 2 überführt das IAB den bereits bestehenden risikobasierten und an der Bedeutung des KI-Einsatzes orientierten Ansatz in konkretere Verfahren. Sie sollen Unternehmen dabei helfen zu entscheiden, wann und wie der Einsatz von KI gegenüber Verbrauchern offengelegt werden sollte.

Adressiert werden Marken, Agenturen, Publisher und Technologieanbieter. Nach Angaben des IAB besteht weiterhin Unsicherheit darüber, welche Formen des KI-Einsatzes eine Offenlegung erfordern und wie diese gegenüber Verbrauchern erfolgen sollte.

Von Text und Bild bis zu synthetischen Stimmen

Die Empfehlungen decken unterschiedliche Formen KI-gestützter Werbung und Marketingkommunikation ab. Dazu gehören Text, Bild, Video und Audio ebenso wie synthetische Stimmen, Digital Twins und KI-gestützte Interaktionen mit Verbrauchern.

Das Framework unterscheidet dabei zwischen Anwendungsfällen, bei denen eine Offenlegung empfohlen wird, und solchen, die nicht automatisch gekennzeichnet werden müssen. Das IAB nennt beispielsweise prompt-generierte Bilder und Videos, bestimmte synthetische Stimmen, bestimmte Digital Twins sowie KI-Chatbots oder -Assistenten als Fälle, in denen eine Kennzeichnung relevant sein kann.

Nicht jeder Einsatz von KI soll dagegen automatisch ein Label auslösen. Das IAB nennt unter anderem routinemäßige Nachbearbeitung, interne Arbeitsabläufe, bestimmte synthetische Stimmen und Text als Beispiele, bei denen nicht zwangsläufig eine Offenlegung erforderlich ist.

Keine Kennzeichnung um jeden Preis

Das IAB setzt damit nicht auf eine pauschale Kennzeichnung jedes KI-Einsatzes. Die Empfehlungen sollen Transparenz für Verbraucher mit dem Ziel verbinden, unnötige Hinweise und eine mögliche „Disclosure Fatigue“ zu vermeiden.

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