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Marktentwicklung

Video und Retail Media treiben Europas Werbemarkt

IAB Europe beziffert den europäischen Digitalwerbemarkt 2025 auf rund 131 Milliarden Euro. Besonders stark wachsen Video, Social Advertising und Retail Media.

Redaktion

Unscharfe digitale Bildflächen auf einer großen Medienwand.
Digitale Bildflächen – exemplarisch für die wachsende Bedeutung visueller Werbeformate im europäischen Digitalmarkt. - Brett Sayles/Pexels

Europas Digitalwerbemarkt ist 2025 weiter zweistellig gewachsen. Laut IAB Europe stieg der Digital-Ad-Spend nominal um 10,5 Prozent auf rund 131 Milliarden Euro. Der AdEx Benchmark Report bündelt Daten aus 30 europäischen Märkten und erscheint in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal.

Als Wachstumsfelder nennt IAB Europe vor allem videoorientierte Formate, Connected TV, Social Video und Retail Media. Etablierte Bereiche wie Paid Search und Classifieds legten ebenfalls zu, blieben aber unter dem Wachstum des Gesamtmarkts.

Video überschreitet die Display-Schwelle

Ein Schwerpunkt des Wachstums liegt auf Video. Das Segment legte laut IAB Europe um 19,6 Prozent auf 34,0 Milliarden Euro zu. Erstmals entfällt damit mehr als die Hälfte aller Display-Investitionen in Europa auf Videoformate.

Auch Social Advertising wuchs deutlich. IAB Europe weist für 2025 ein Plus von 19,2 Prozent auf 35,5 Milliarden Euro aus. Innerhalb dieses Segments war Social Video mit einem Wachstum von 25,7 Prozent das am stärksten wachsende Format im Bericht.

Retail Media über zehn Prozent Marktanteil

Retail Media erreichte 2025 laut IAB Europe ein Volumen von 13,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit überschritt Retail Media erstmals die Marke von zehn Prozent des gesamten europäischen Digital-Ad-Spends.

IAB Europe weist Retail Media in diesem Bericht als Onsite-Such- und Displayformate auf Händlerflächen aus. Der Verband verweist auf die Nachfrage nach First-Party-Daten, handelsnahen Umfeldern und messbaren Ergebnissen als Treiber des Segments.

Suchwerbung wächst langsamer als der Gesamtmarkt

Auch etablierte Segmente legten weiter zu, allerdings weniger stark als Video und Retail Media. Display Advertising wuchs laut Report um 12,5 Prozent. Paid Search kam auf ein Plus von 8,8 Prozent, Classifieds auf 6,5 Prozent.

Eine zusätzliche Einordnung liefert die neue inflationsbereinigte Sicht im Report. Nominal wuchs der europäische Digitalwerbemarkt um 10,5 Prozent, inflationsbereinigt lag das Plus laut IAB Europe bei 9,4 Prozent. Für Märkte mit hoher Inflation weist der Verband damit eine bereinigte Vergleichsbasis aus.

Regional zeigt der Bericht Unterschiede. Reifere westeuropäische Märkte wie Spanien, Frankreich, Italien und die Niederlande kamen laut IAB Europe auf ein Wachstum von rund zehn Prozent. Nordische und baltische Märkte lagen näher an einer flachen Entwicklung.

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