Daten & KI
Weischer verzahnt Mediaplanung und KI-Marktforschung
Weischer beteiligt sich an Erason und will dessen KI-Marktforschungsplattform AIlon künftig breiter in der Gruppe einsetzen. Ziel ist, Media- und Zielgruppendaten enger miteinander zu verbinden.
Redaktion

Die Mediengruppe Weischer beteiligt sich strategisch an Erason. Das Unternehmen entwickelt mit AIlon eine KI-gestützte Plattform für Marktforschung und Zielgruppenanalyse. Weischer verbindet damit seine Media- und Mobilitätsdaten-Kompetenz mit der Technologie von Erason.
Beide Unternehmen arbeiten bereits seit mehreren Jahren zusammen. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung von AIlon mit Geo- und Standortdaten von Weischer. Mit der Beteiligung soll diese Zusammenarbeit nun vertieft werden.
Marktforschung trifft Kampagnendaten
AIlon verbindet umfragebasierte Marktforschung mit Kampagnen- und Verhaltensdaten. Über das Modul SYNQ können zudem Kundendaten etwa aus CRM-Systemen, Marktstudien oder Kampagnen-Tracking in individuellen Daten-Hubs gebündelt und mit den Datenmodellen von AIlon verknüpft werden.
Weischer bringt dabei sein Wissen darüber ein, wo, wann und über welche Mediengattungen Menschen erreichbar sind. Erason soll mit AIlon ergänzen, wer diese Menschen sind und was sie interessiert. Ziel ist, beide Ebenen miteinander zu verbinden.
Die gemeinsame Daten- und Technologiekompetenz soll perspektivisch innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe eingesetzt werden. Genannt werden unter anderem Weischer.OOH, Weischer.Cinema, Weischer.Connect und The Ranch. Weischer-Geschäftsführer Udo Schendel formuliert das Ziel deutlich: „In wenigen Jahren soll bei Weischer keine Kampagne mehr ohne AIlon geplant werden.“
Leistungswerte ohne ausgewiesene Methodik
Für AIlon beziehungsweise SYNQ nennt Weischer eine um 70 Prozent schnellere Operationalisierung komplexer Zielgruppen, zwei- bis dreifach höhere Klickraten und eine um 30 bis 50 Prozent geringere Cost per Action. Angaben zur Methodik, zur Zahl der untersuchten Kampagnen oder zu einer unabhängigen Überprüfung dieser Werte werden nicht ausgewiesen.
Als Ausgangspunkt für die Beteiligung führt Weischer zudem hohe Streuverluste im Werbemarkt an. Bis zu 56 Prozent des deutschen Werbebudgets beziehungsweise 24,7 Milliarden Euro gelten demnach als vermeidbarer Streuverlust. Als Quelle nennt Weischer den Datenanbieter Decentriq.
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