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Publisher-Monetarisierung

Paid Content erreicht weiter nur jeden Fünften

Die Zahlungsbereitschaft für journalistische Online-Angebote bleibt laut OVK stabil, aber niedrig. 2025 zahlten 21 Prozent der Befragten, 79 Prozent nutzten ausschließlich kostenfreie Inhalte.

Redaktion

Eine Person nutzt abends ein Smartphone vor unscharfen Lichtern im Hintergrund.
Die OVK-Studie zeigt: Paid Content bleibt stabil, erreicht aber weiterhin nur einen kleineren Teil der Nutzerinnen und Nutzer. - RDNE/Pexels

Der Anteil zahlender Nutzerinnen und Nutzer bei journalistischen Online-Angeboten bleibt nahezu unverändert. Das zeigt die dritte Paid-Content-Trendstudie des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), die am 1. Juli 2026 veröffentlicht wurde.

Demnach haben 2025 insgesamt 21 Prozent der Befragten für journalistische Angebote im Internet bezahlt. 16 Prozent nutzten ein Abonnement, fünf Prozent kauften einzelne Online-Artikel oder digitale Ausgaben. Zugleich griffen 79 Prozent ausschließlich auf kostenfreie Inhalte zu.

Zahlungsbereitschaft bleibt niedrig

Der OVK beschreibt die Zahlungsbereitschaft als stabil. Das ist durch die Zahlen gedeckt: 2021 lag der Anteil der zahlenden Nutzerinnen und Nutzer bei 21 Prozent, 2023 bei 22 Prozent und 2025 wieder bei 21 Prozent.

Die Studie zeigt damit zugleich, dass Paid Content bislang nur eine Minderheit der Befragten erreicht. Mehr als drei Viertel nutzten 2025 weiterhin ausschließlich kostenfreie journalistische Inhalte im Netz.

Als wichtigsten Grund gegen Bezahlmodelle nennt die Studie das ausreichende kostenlose Angebot im Internet. 52 Prozent der Nicht-Käuferinnen und Nicht-Käufer geben diesen Grund an. 40 Prozent sind der Meinung, Nachrichteninhalte sollten immer kostenfrei und für alle zugänglich sein.

Werbung und Daten bleiben zentrale Hebel

Der OVK verweist zugleich auf die Akzeptanz datenbasierter Modelle. 66 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer redaktioneller Inhalte würden Website-Cookies zustimmen, um Inhalte weiterhin kostenfrei nutzen zu können. Eine verpflichtende Registrierung halten 53 Prozent für wahrscheinlich oder eher wahrscheinlich.

In der Studie heißt es, Werbe- und datenbasierte Modelle blieben entscheidende Hebel für die Refinanzierung digitaler Angebote. Der OVK empfiehlt Publishern außerdem, hybride Erlösmodelle weiterzuentwickeln. Werbung bleibe dabei zentraler Bestandteil der Monetarisierungsstrategie.

Zudem verweist der OVK darauf, dass die Bereitschaft zu Cookies und Registrierung Publishern dabei helfen könne, First-Party-Daten auszubauen, Zielgruppen besser kennenzulernen und Werbe- sowie Bezahlangebote gezielter auszuspielen.

Für die Studie wurden im Oktober 2025 insgesamt 2.373 Personen zwischen 16 und 85 Jahren befragt. Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 6. und 17. Oktober 2025.

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