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Digitales Fanerlebnis

KI als Bundestrainer?

Nach dem WM-Aus wird wieder über Aufstellung, Taktik und Wechsel diskutiert. Eine Bitkom-Umfrage zeigt: Viele Menschen in Deutschland können sich KI als Unterstützung im Fußball vorstellen.

Redaktion

Kaputter Fußball am Ufer als Symbol für einen geplatzten WM-Traum.
Nach dem WM-Aus ist der Traum geplatzt. Eine Bitkom-Umfrage zeigt, wie offen viele Menschen in Deutschland für KI und neue digitale Fußballerlebnisse sind. - Bahar/Pexels

Nach Niederlagen wie dem 3:4 gegen Paraguay steht im Fußball schnell die Trainerfrage im Raum: War die Aufstellung richtig, passte die Taktik, kamen die Wechsel zur richtigen Zeit? Eine repräsentative Bitkom-Umfrage zeigt nun, dass sich viele Menschen in Deutschland grundsätzlich auch KI-Unterstützung an der Seitenlinie vorstellen können.

Demnach ist jede beziehungsweise jeder Fünfte in Deutschland der Auffassung, dass sich der Bundestrainer bei seinen Entscheidungen von KI beraten lassen sollte. Der Anteil liegt laut Bitkom bei 21 Prozent. Grundlage ist eine Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.

KI-Kommentar statt Mensch am Mikrofon

Auch beim Zuschauen könnten sich viele Befragte neue technische Angebote vorstellen. 18 Prozent würden WM-Spiele gern von einer KI statt von einem menschlichen Moderator kommentieren lassen.

Die Zustimmung unterscheidet sich deutlich nach Alter. Unter den 16- bis 29-Jährigen sagen 26 Prozent, dass sie KI-Kommentare bevorzugen würden. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt der Anteil bei 24 Prozent. In den höheren Altersgruppen fällt die Zustimmung niedriger aus: 12 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und 13 Prozent der ab 65-Jährigen würden laut Bitkom einen KI-Kommentar wählen.

Mehr Kontrolle über das Spielerlebnis

Neben KI-Kommentaren fragt die Bitkom-Erhebung auch nach weiteren technischen Funktionen beim Fußballschauen. Mehr als ein Drittel der Deutschen möchte Wiederholungen des Spielgeschehens selbst auswählen können. Der Anteil liegt bei 38 Prozent.

Ein Viertel der Befragten wünscht sich ein Virtual-Reality- oder 360-Grad-Erlebnis. 19 Prozent möchten die Kameraperspektive auf das Spiel selbst wählen können.

Bitkom Research führte die Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durch. Die telefonische Befragung fand von Kalenderwoche 17 bis Kalenderwoche 21 im Jahr 2026 statt und ist laut Bitkom repräsentativ.

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