Video-Standards
IAB will Video-Umfelder neu klassifizieren
Das IAB stellt den Entwurf des „Redefining Media Types Standard“ zur Kommentierung. Der Standard soll digitale Video-Umfelder einheitlicher beschreiben, von CTV über Social Video bis Retail Video.
Redaktion

IAB hat den Entwurf des „Redefining Media Types Standard“ zur öffentlichen Kommentierung veröffentlicht. Die Kommentierungsphase läuft bis zum 8. August 2026. Der Standard soll eine gemeinsame Sprache für Planung, Einkauf, Verkauf und Messung digitaler Video-Werbung schaffen.
Hintergrund ist die wachsende Zahl von Video-Umfeldern. Das IAB nennt unter anderem Streaming, Online Video, Social Platforms, Retail Media, Video Podcasts und neue Formate. Ältere Begriffe für Video-Werbung reichen laut IAB nicht mehr aus, weil sie vor allem Verbreitungstechnik und Geschäftsmodelle beschreiben, nicht aber die tatsächliche Viewing Experience.
Zwei Ebenen für Planung und Umsetzung
Der Entwurf arbeitet mit zwei Ebenen. Die erste Ebene ordnet Video-Umfelder nach der Consumer Viewing Experience. Entscheidend ist, wie Nutzerinnen und Nutzer einem Bildschirm zugewandt sind und in welchem Nutzungskontext Video-Werbung erscheint. Zu den genannten Kategorien gehören Lean Back Viewing, Personal Screen Viewing sowie Passive and Communal Viewing.
Die zweite Ebene beschreibt einzelne Werbekontakte über operative Merkmale auf Impression-Ebene. Dazu zählen Sound State, Skip-enabled versus completion-required, Full-screen presentation, Addressability, Availability of signals, Measurability, Device und Ad Formats. Diese Merkmale sollen einzelne Kontakte über Plattformen und Geräte hinweg genauer klassifizierbar machen.
Anschluss an technische Standards
Das IAB entwickelt den Standard gemeinsam mit dem IAB Tech Lab. Die operative Ebene soll an technische Standards anschließen, unter anderem an OpenRTB Bid Requests, Project Eidos Taxonomy Fields und AdCOM Specifications. Damit soll der Standard nicht nur als Begriffsrahmen dienen, sondern auch für Buchung, Auslieferung, Reporting und Measurement nutzbar werden.
Als Zielgruppen nennt das IAB Marken, Agenturen, Publisher, Media Owner, AdTech-Anbieter, Messdienstleister und weitere Marktteilnehmer. Einheitlichere Definitionen sollen helfen, Video-Inventar konsistenter zu beschreiben, Kampagnen über Plattformen hinweg zu planen und Reporting sowie Measurement vergleichbarer zu machen.
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