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Datensicherheit

Cloud-Ausfall könnte viele Unternehmen zum Stillstand bringen

Laut Bitkom müsste fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland bei einem Cloud-Ausfall früher oder später den Betrieb einstellen. Viele Cloud-Nutzer haben Notfallpläne und Sicherungen außerhalb der Cloud.

Redaktion

Serverracks in einem Rechenzentrum mit roten Leuchtelementen und sichtbaren Kabeln.
Bürosoftware, Kommunikation, Datenbanken und KI-Lösungen hängen in vielen Unternehmen an Cloud-Diensten. - Brett Sayles/Pexels

Ein Ausfall von Cloud-Anwendungen hätte für viele Unternehmen in Deutschland direkte Folgen. Laut einer repräsentativen Bitkom-Befragung müssten 46 Prozent der Unternehmen bei einem Cloud-Ausfall über kurz oder lang den Geschäftsbetrieb einstellen.

Besonders hart träfe es einen Teil der Wirtschaft sofort: Neun Prozent der Unternehmen könnten nach eigenen Angaben im Moment des Ausfalls nicht mehr weiterarbeiten. Andere würden nur wenige Stunden oder bis zu zwei Tage durchhalten. 21 Prozent geben an, mehr als 48 Stunden weiterarbeiten zu können.

Ein Viertel der Unternehmen wäre laut Bitkom nicht so stark betroffen, dass der Betrieb irgendwann eingestellt werden müsste. 14 Prozent nutzen keine Cloud-Dienste, 16 Prozent machten keine Angabe oder wussten es nicht.

Cloud-Nutzer rechnen mit rund drei Tagen

Unter den Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen, liegt die erwartete Zeit bis zum Stillstand im Schnitt bei rund 78 Stunden. Das entspricht etwas mehr als drei Tagen.

Die Befragung zeigt zugleich, dass Cloud-Ausfälle für Unternehmen kein rein theoretisches Risiko sind. 28 Prozent der Cloud-Nutzer berichten von gravierenden Ausfällen in den vergangenen zwölf Monaten.

Bitkom verweist dabei auf Anwendungen, die für viele Betriebe inzwischen zentral sind. Dazu gehören Büro-Software, Kommunikation, Datenbanken und KI-Lösungen.

Bitkom-Grafik: wie Unternehmen ihre Cloud schützen

Viele Unternehmen haben Notfallpläne

Die meisten Cloud-Nutzer haben laut Bitkom bereits Maßnahmen getroffen, um Ausfälle abzufedern. 82 Prozent verfügen über Notfall- und Wiederanlaufpläne. 75 Prozent haben wichtige Daten außerhalb der Cloud gesichert.

69 Prozent überwachen Cloud-Dienste selbst, um schneller reagieren zu können. 68 Prozent haben vertragliche Vereinbarungen mit Cloud-Anbietern geschlossen. 66 Prozent können einen Notbetrieb mit lokalen Lösungen starten.

Weitere Maßnahmen sind die Verteilung von Anwendungen auf unterschiedliche Systeme. Das geben 59 Prozent der Cloud-Nutzer an. 35 Prozent haben redundante Systeme aufgebaut. Acht Prozent nutzen einen zweiten Cloud-Anbieter, um sich gegen Cloud-Ausfälle abzusichern.

Für die Studie wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland befragt. Darunter waren 517 Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen. Das entspricht laut Bitkom 86 Prozent der befragten Unternehmen.

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